Rund 75 Personen haben am Montagabend den gemeinsamen Informationsanlass der vier Hitzkircher Ortsparteien SP, Die Mitte, FDP.Die Liberalen und SVP im Foyer der Lindenberghalle besucht. Im Zentrum standen die Fragen, wie Stromkosten optimiert, überschüssiger Solarstrom wirtschaftlich genutzt und Produzenten und Konsumenten durch ZEV, vZEV und lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) zusammengebracht werden können.
Bereits eine kurze Abfrage zu Beginn zeigte, wie aktuell das Thema für die Anwesenden ist: Rund zwei Drittel gaben an, selbst eine Photovoltaikanlage zu besitzen. Ein grosser Teil davon produziert zeitweise mehr Strom, als im eigenen Haushalt verbraucht wird. Gleichzeitig zeigte sich bei fast allen Anwesenden Interesse daran, die eigenen Stromkosten zu optimieren.
Von den wirtschaftlichen Grundlagen zur konkreten Umsetzung
Benjamin Wanzenried, Teamleiter und Energieberater bei OekoWatt AG, erläuterte zunächst die wirtschaftlichen Grundlagen und zeigte auf, welche Faktoren bei der Optimierung von Stromkosten und der Nutzung von selbst produziertem Solarstrom eine Rolle spielen.
Die anschliessende Diskussion zeigte, dass neben der Wirtschaftlichkeit auch ganz praktische Fragen beschäftigen. Zur Sprache kamen unter anderem die steuerliche Behandlung von Einnahmen aus dem Stromverkauf, die Rolle der Gemeinde bei möglichen lokalen Elektrizitätsgemeinschaften sowie die Frage, wie überschüssiger Strom innerhalb eines Zusammenschlusses verteilt wird.
Im zweiten Fachreferat zeigte Lukas Zemp, Projektleiter Energie bei diePROJEKTFABRIK AG, unter dem Titel «Vom Projekt zur Umsetzung», wie ZEV, vZEV und LEG konkret angegangen werden können. Anhand von Praxisbeispielen erläuterte er die unterschiedlichen Modelle und deren Umsetzung. In der Fragerunde interessierten insbesondere möglichst einfache Lösungen mit geringem administrativem Aufwand sowie die Unterschiede bei Organisation, Vergütung und Verantwortung zwischen den verschiedenen Modellen.
Vier Ortsparteien gemeinsam durch den Abend
Die parteiübergreifende Zusammenarbeit zeigte sich auch in der Moderation: Die vier Mitglieder des Organisationskomitees Gabriel Ruckli (Die Mitte), Jannik Niklaus (FDP), Daniel Thali (SVP) und Jösy Schuler (SP) führten abwechslungsweise durch die einzelnen Programmpunkte. Die Zusammensetzung des OK war bereits bei der gemeinsamen Planung im Frühjahr festgelegt worden.
Zum Abschluss wurden die Referenten und Mitwirkenden für ihre Beiträge mit einem kleinen Präsent verdankt.
Apero bringt Produzenten und Konsumenten zusammen
Nach dem offiziellen Teil wurde der Austausch beim Apero fortgesetzt. Interessierte hatten dabei Gelegenheit, mit den Fachpersonen sowie untereinander ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig konnten sie ihr grundsätzliches Interesse an einer weiteren Auseinandersetzung mit ZEV, vZEV oder LEG und an den für sie passenden Modellen bekunden.
Damit wurde eines der Hauptziele des Abends konkret umgesetzt: Stromproduzenten und Stromkonsumenten miteinander ins Gespräch zu bringen und Möglichkeiten für lokale Lösungen aufzuzeigen. Dieses Zusammenführen beider Seiten war bereits bei der ursprünglichen Planung als zentrales Ziel des gemeinsamen Anlasses definiert worden.