Hitzkircher-Forum 2010

Hitzkircher - Forum 2010

Eine Antwort auf diese Frage suchten am Montag, 8. November 2010 die Teilnehmer des 2. Hitzkircher - Forums. Die FDP.Die Liberalen Hitzkirch hatten zu einem Abend rund um die erneuerbare Energie geladen.
Hochkarätige Gäste durfte das gespannte Publikum am 8. November 2010 am zweiten Hitzkircher – Forum erwarten – und wurde nicht enttäuscht. Nach einer einleitenden Begrüssung durch Daniel Elmiger, Verwaltungsratspräsident der IDEE SEETAL AG setzte der Zuger Ständerat Rolf Schweiger zu einem Referat über die schweizerische Energiepolitik an. Anschaulich und passioniert sprach der Energiepolitiker über die Zukunft der Schweizer Energieversorgung, wog Vor- und Nachteile der einzelnen Energieerzeuger ab und machte klar, weshalb es wohl in naher Zukunft nicht ohne Kernkraftwerke gehen werde. „Windkraft könne keine umfassende Lösung bieten, da die Schweiz schlicht und einfach kein typisches „Windland“ sei“, so Schweiger. Mit Witz und Charme veranschaulichte er den Anwesenden, wie komplex und interessant Energiepolitik sein kann.


Hochkarätiges Podium

Mit dem Podiumsgespräch begann nach einer kurzen Gedankenpause, welche vom Jugendchor Hitzkirch musikalisch untermalt war, der zweite Teil des Forums. Damian Müller, Präsident der FDP.Die Liberalen Hitzkirch, hatte als Podiumsleiter die Ehre, dem Publikum eine Podiumsrunde vorzustellen, welche sich durch tiefes Fachwissen und viel praktische Erfahrung auszeichnete. Letzteres, nämlich den praktischen Einsatz von erneuerbaren Energien, hat sich Herbert Birrer, Initiant des Projekts Windenergie Lindenberg, auf die Fahnen geschrieben. Ihm gegenüber sass Kurt Schär, welcher als Geschäftsführer der Biketec AG mit dem Verkauf von Flyer-Velos (Elektromotoren) im Bereich der umweltschonenden Mobilität aktiv ist. Weiter hatten Thomas von Weissenfluh, Geschäftsleitungsmitglied der CKW, Robert Küng, Stadtpräsident von Willisau, und Rolf Schweiger auf dem Podium Platz genommen.


Spannende Diskussionen

Mit viel Herzblut vertraten die einzelnen Teilnehmer ihre Standpunkte und waren auch nicht verlegen, die Aussage eines anderen Teilnehmers zu kontern. Hart aber fair wurden die Interessen und Ansichten auf den Tisch gelegt, gekonnt gekontert oder aber wort- und gestenreich gestützt.

Genauso, wie eine Podiumsdiskussion eben sein soll: informativ und unterhaltend.

Herbert Birrer: „Der Atomstrom ist heute ein notwendiges Übel. Klar ist, dass diejenigen, die damit Geld verdienen, diese Geldquelle nicht wegargumentieren werden.“ Unterstützung erhielt der Müswanger von Kurt Schärt. „In der Atomtechnologie ist die Enkeltauglichkeit nicht gegeben. Wir produzieren Abfälle, die über Tausende von Jahren gefährlich bleiben.“ CKW-Mann von Weissenfluh war zu entlocken, dass die Idee, auf den CKW-Landreserven in Inwil ein AKW zu bauen, aufgegeben worden sei. „Dort ein AKW zu bauen ist illusorisch!“ Laut Robert Küng werde aber auf Luzerner Kantonsgebiet kaum je ein Kernreaktor stehen. „Der Wiederstand ist spürbar.“ Und für Windräder im Kanton Luzern, so Küng, brauche es den Willen und die Unterstützung der Politik.


Nachdem sich die Gäste auf dem Podium mit vielen Aspekten rund um Energie auseinander-gesetzt hatten, wurde zum Abschluss die Runde auch für das Publikum geöffnet. Als Abrundung wurden die engagierten Fragen aus dem Publikum beantwortet.

 


Jung, dynamisch und zielorientiert